Obere Treenelandschaft

Die Obere Treenelandschaft im Kreis Schleswig-Flensburg ist durch ein kleinräumiges Mosaik artenreicher Lebensräume gekennzeichnet. Binnendünen, Hochmoore, bewaldete Hügel, weite Talräume, Seen und Fließgewässer zählen dazu. Namengebend ist die Treene, die aus dem Treßsee entspringt und das Gebiet größtenteils unbegradigt durchfließt. In dieser abwechslungsreichen Landschaft ist die Schrobach-Stiftung seit 1995 tätig. 1998 wurde das 250 ha große Gebiet der Fröruper Berge erworben, 1999 mit dem Bau eines Schafstalles der Fortbestand einer ortsansässigen Wanderschafherde gesichert.

Auf Initiative der Schrobach-Stiftung gründete sich 1998 der Naturschutzverein Obere Treenelandschaft e.V., dessen Vorstand sich gleichrangig aus Vertretern der Landwirtschaft, des Tourismus, der Kommunen und des Naturschutzes zusammensetzt. Diese Viertelparität garantiert seither eine enge Abstimmung mit allen landschaftsbezogenen Interessen bei der Umsetzung seiner Ziele. Neben dem Naturschutz zählen dazu unter anderem die Erlebbarkeit der Natur und die entsprechende Wissensvermittlung. Eine beim Naturschutzverein angestellte Umweltpädagogin, die vom Land Schleswig-Holstein und dem Amt Oeversee unterstützt wird, stellt die professionelle Umsetzung dieser Ziele sicher.

Der Verein war der „Prototyp“ bei der Einrichtung Lokaler Aktionen des Landes Schleswig-Holstein, von denen es heute diverse gibt (s. Deutsche Verband für Landschaftspflege).

Neben der einmaligen Naturraumausstattung führte die erfolgreiche Arbeit des Vereins bereits im Jahr 2000 dazu, dass die Region zum Naturschutzgroßprojekt des Bundes mit gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung erklärt wurde. In einem Zeitraum von 12 Jahren wurden umfangreiche Mittel von Bundes- und Landesseite für die Flächensicherung und erste Maßnahmen zum Schutz und zur Entwicklung der Lebensräume zur Verfügung gestellt. Träger des Projektes war der Naturschutzverein, für die notwendigen Eigenmittel kam die Schrobach-Stiftung auf. Mit Unterstützung der Stiftung garantiert der Verein in der Nachfolge des Großschutzprojektes die weitere Umsetzung der gesteckten Ziele auf einer gesicherten Fläche von rund 1500 ha. Darüber hinaus hat er sich als Ansprechpartner für alle Naturschutzbelange in der Region etabliert und als lokale Aktion des Landes etliche weitere Aufgaben übernommen, darunter die Erstellung und Umsetzung von Managementplänen für Natura 2000-Gebiete.

Karte Projektgebiet OTL