Moorschutz

Neben dem Erhalt von Naturwäldern ist der Schutz von Mooren, Auen und Fließgewässern ein zweiter großer Schwerpunkt der Stiftung. Häufig ergänzen sich diese Ziele, wenn Bruch- oder Auwälder geschützt werden oder neu aufwachsen können.

In den Projektgebieten der Schrobach-Stiftung liegen zahlreiche Nieder- und Hochmoore, deren Schutz und Renaturierung zu den wichtigsten Zielen der jeweiligen Naturschutzprojekte zählt. Hierzu zählen etwa die Pohnsdorfer Stauung, das Leezener Autal, die großen Moore in der Oberen Treenelandschaft oder die Autäler im Naturpark Aukrug. Die Gesamtgröße dieser grundwassergeprägten Gebiete liegt bei weit über 1000 ha.

Mit dem Erwerb von Niedermooren außerhalb ihrer Projektgebiete konnte die Schrobach-Stiftung auch Beiträge zur Umsetzung des Moorschutzprogramms des Landes Schleswig-Holstein leisten. Ziel der Flächensicherungen ist die Verbesserung und Wiederherstellung der Lebensräume moortypischer Tier- und Pflanzenarten. Die Maßnahmen dienen gleichzeitig dem Klimaschutz, indem entwässerungsbedingte CO2-Emissionen durch die Vernässung der Torfe reduziert werden. Außerdem tragen die Renaturierungsmaßnahmen in den gesicherten Mooren dazu bei, Nährstoffe zurückzuhalten und somit angrenzende Fließgewässer zu entlasten.

In einer 17 ha großen Niederung im Kreis Plön ist beispielsweise die Entwässerung und damit die Mineralisierung der dort vorkommenden Niedermoortorfe gestoppt worden. Dadurch kann der vorhandene Erlenbruchwald erhalten bzw. in Teilen durch Wiedervernässung zu einem artenreichen Bestand entwickelt werden. Die Unterhaltung des durch das Gebiet fließenden Verbandsgewässers wurde eingestellt und die Pflege des angrenzenden Niedermoorgrünlandes trägt ebenfalls zum Erhalt der biologischen Vielfalt niedermoortypischer Lebensräume bei. Gefördert wurde diese Maßnahme vom Land Schleswig-Holstein und der Europäischen Union (EU).