Pohnsdorfer Stauung

Die Pohnsdorfer Stauung ist eine ca. 100 ha große, vermoorte Niederung in der Nähe von Preetz im Kreis Plön, die durch Verlandung eines Toteisloch nach der letzten Eiszeit entstanden ist. Sie wurde in den 50er Jahren entwässert, um eine landwirtschaftliche Nutzung zu ermöglichen. Aufgrund der starken Sackung der entwässerten Torfe wurde die Bewirtschaftung in den Folgejahren immer unrentabler. Nach dem Erwerb durch die Schrobach-Stiftung (1991 – 1993) fanden Maßnahmen zur Aushagerung der Böden (Entzug der Nährstoffe) und zur schrittweisen Wiedervernässung statt, die mit der Stilllegung des Schöpfwerksbetriebes im Dezember 2002 ihren Abschluss fanden.

Es entstanden dauerhafte Flachgewässer, die nach kurzer Zeit von etlichen Brut- und Rastvögeln besiedelt wurden, darunter viele gefährdete Arten wie Rothalstaucher, Rohrweihe oder Rohrdommel. Gleichzeitig stellen sie bedeutsame Laichplätze für Amphibien dar. So können wieder alljährlich sehr große Vorkommen von Laub-, Moor- und Wasserfröschen beobachtet werden. Im wiedervernässten Erlenbruchwald und seinen randlichen Röhrichtbeständen brütet seit vielen Jahren ein Kranichpaar. Das Gebiet, welches neben Niedermoor auch mineralische Böden beinhaltet, wird ganzjährig von Galloways beweidet.

Die Wiedervernässung der Pohnsdorfer Stauung ist das erste Projekt der Stiftung und wurde bis auf die letzten Vernässungsschritte ausschließlich aus Eigenmitteln finanziert.

Einen ausführlichen Artikel über die Geschichte und die Renaturierungsmaßnahmen in der Pohnsdorfer Stauung finden Sie auch in der im Mai 2015 erschienenen Broschüre „Moore in Schleswig-Holstein“, die Sie hier einsehen können.

 

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