Arbeitsweise

In der Schrobach-Stiftung wird großen Wert auf eine unbürokratische, flexible und verbindliche Arbeitsweise gelegt. Den Grundsätzen der Stifter folgend steht der persönliche Kontakt zu den Partnern im Vordergrund.

Grundgerüst des Handelns ist folgender Leitgedanke:
Unsere Kulturlandschaft wurde seit Jahrhunderten von Menschen gestaltet, genutzt und gepflegt. Daraus resultiert eine tiefe Verwurzelung der in der Land- und Forstwirtschaft tätigen Mitbürger mit der Landschaft, in der sie leben. Aber auch bei den im ländlichen Raum beheimateten Menschen, die nicht in der Landwirtschaft arbeiten, ist häufig eine enge Beziehung zu der umliegenden Natur vorhanden, in der Freizeitaktivitäten stattfinden und Erholung gesucht wird. Das Bedürfnis nach Information über die mit der Landschaft „vor der Haustür“ verbundenen Planungen und Geschehnisse sowie der Wunsch nach Mitgestaltung sind demzufolge in beiden Gruppen groß. Von den Gemeindevertretungen und den Landeigentümern wird ebenso wie von vielen Bürgern der Anspruch formuliert, beim Naturschutz vor Ort mit reden und mit gestalten zu können.
Erfolgreich praktizierter Naturschutz setzt daher eine partnerschaftliche Zusammenarbeit von Landnutzern, Kommunen, Naturschützern und weiteren interessierten Bürgern auf lokaler Ebene voraus. Auf diese Weise wird Verständnis für einander geweckt und nur so können gemeinsame, von einer breiten Basis getragene Lösungen gefunden werden.

Aus diesem Grundverständnis heraus engagiert sich die Schrobach-Stiftung nur in Gebieten, in denen dies ausdrücklich erwünscht ist. Hier werden lokale Bündnisse geschaffen, in denen die verschiedenen Interessen einer Region gleichrangig vertreten sind. Daraus sind große vom Land Schleswig-Holstein, vom Bund und der Europäischen Union geförderte Naturschutzprojekte entstanden, die einvernehmlich umgesetzt werden (>Obere Treenelandschaft, >Aukrug, >Schwartau / Schwentine). Die Schrobach-Stiftung garantiert dabei die Einhaltung der Naturschutzvorgaben und unterstützt die Bündnisse personell und finanziell. Um diesem modernen Naturschutz noch mehr Schlagkraft zu verleihen, hat die Schrobach-Stiftung an der Gründung einer landesweiten Koordinierungsstelle für die lokalen Bündnisse mitgewirkt, die der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) eingerichtet hat.