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Die EU macht’s möglich: Insektenschutzmaßnahmen in Mühlenbarbek

Auf insgesamt 7,7 ha wurden in der Gemarkung Mühlenbarbek umfangreiche Naturschutzmaßnahmen durchgeführt, die zu 100 % von der Europäischen Union finanziert (ELER) wurden.

Die Maßnahmen bestehen hier vor allem in der Neuanlage von Knicks. Zudem wurden auch Einzelbaumpflanzungen durchgeführt, Kleingewässer gebaut und eine Steilkante angelegt. Es wurden Drainagen zerstört und Grüppen zur Binnenentwässerung angestaut. Nach Abschluss der Baustellentätigkeit wurde eine standortgerechten, artenreichen Regiosaatgutmischung ausgebracht. Mit dem Bau von Zäunen wird zukünftig eine extensive Beweidung stattfinden.

Mit den durchgeführten Maßnahmen sollen vor allem verschiedene Biotope für Insekten geschaffen und dauerhaft erhalten werden. Durch die Neuanlage von Knicks werden vielfältige Lebensräume für verschiedene Insektengruppen wie z. B. Wildbienen, Tagfalter oder auch Käfer geschaffen. Als bedeutende Verbundstrukturen zwischen Wäldern und anderen Gehölzen tragen die Knicks nebenbei auch zum Biotopverbund bei. Von den Maßnahmen zur Wiedervernässung werden insbesondere aquatische und semiaquatische Insektenarten profitieren. Dazu zählen Libellen, Wasserwanzen oder Schwimmkäfer. Durch die Aufhebung der Binnenentwässerung tragen die Maßnahmen auch zur Wiederherstellung eines naturnahen Wasserhaushalts bei.

Vor Ort machen Hinweisschilder auf das Projekt „Insekteninseln für Schleswig-Holstein“ sowie den Fördermittelgeber aufmerksam. Bereitgestellt wurden die Mittel vom Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur über das "Landesprogramm ländlicher Raum".

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